Wien – Musikhauptstadt der Welt.
Wien hat viele große Söhne musikalischen Schaffens: Mozart, Schubert, Strauß, Mahler sind einige davon. Geniale Maler wie Gustav Klimt, Egon Schiele, Koloman Moser, Denker wie Sigmund Freud. Mit dem Neujahrskonzert der Philharmoniker im goldenen Musikvereinssaal beginnt am ersten Tag des Jahres die Reihe der musikalischen Highlights auf dem Boden des einstigen Römerlagers Vindobona. Auch Bernhard Paul ist künstlerisch vorbelastet: Sein Urgroßvater Josef Weyl war Textdichter des weltberühmten Donauwalzers von Johann Strauß. Wien ist anders. Das beginnt schon wieder auf dem Rathausplatz. Für Bernhard Paul der schönste Platz für seinen Circus Roncalli. Das ganze Team, von den Artisten bis zum Platzwart, alle sind hellauf begeistert. Clown Larible, der Bruder von Eliane Paul, hat sich so in die Stadt verliebt, dass er hier in Zukunft gerne leben würde. Für Bernhard Paul ist Österreich, nicht die USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Er entdeckt an jeder Ecke etwas Neues. Kuriositäten, seien es Menschen oder alte Ladengeschäfte. Bernhard Paul, Schulkollege und bester Freund des grandiosen Karikaturisten Manfred Deix, liebt den Wiener Schmäh. Seine Philosophie: „Anderswo werden Probleme mit Diskussionen gelöst, in Wien mit Schmäh. In jeder Diskussion ist ein Schuss Humor dabei.“ (Simultan übersetzt: „Schmäh“ könnte man am besten als spontanen Mutterwitz bezeichnen.) Der Wiener Stolz. Wo findet man die Identität Wiens? Im Ursprünglichen, in den Seitengassen, den Beiseln, in den alten Kaffeehäusern. Der typische Wiener ist die Urform der multikulturellen Gesellschaft. Im Wiener Telefonbuch nachzuvollziehen: die Pospischils, Navratils und sonstige slawische und levantinische Familiennamen. Und die Morbidität: An einem regnerischen Herbsttag am Zentralfriedhof an den Gräbern von Hans Moser bis Falco vorbeispazieren. In Wolfgang Ambros‘ Lied „Es lebe der Zentralfriedhof“ kann man es nachhören. Bernie Paul: „Wien ist angenehm langsam im Vergleich zu anderen Weltstädten. Man geht zu Fuß Besorgungen machen, fällt dazwischen in eines der Kaffeehäuser, vergisst seinen Termin, geht an einem Buchladen vorbei und kommt statt mit dem ursprünglich geplanten Einkauf mit ganz anderen Dingen nach Hause. Die Gefahr, dass man sich verliert, ist groß. Es ist nicht vorhersehbar. Man geht oft weg und wenn man zurückkommt, hat man viel erlebt. Die Geschichte mit dem Zigaretteneinkaufen-Gehen und dem Nicht-mehr-Heimkommen muss erstmalig in Wien passiert sein. Wiener sind stolz darauf, Wiener zu sein. Je weiter man von Wien weggeht, umso mehr lernt man es schätzen. Wer immer hier lebt, weiß es oft gar nicht zu schätzen, weil es für uns so normal ist“, resümiert der beinahe verloren gegangene Sohn. Hohe Lebensqualität und Freizeitwert Riesige Parkanlagen, der Wienerwald, das 21 Kilometer lange Badeparadies Donauinsel, der Naturpark Lobau: Alles mitten in der Stadt oder in kürzester Zeit vom Zentrum erreichbar. Eine saubere Stadt, herrliche Luftqualität und das beste Wasser der Welt – aus der Leitung. Was mehr kann man sich wünschen?